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| Die Motivation gleicht es aus |
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07.10.2000
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| Landtagsabgeordneter Hans-Jörn Arp besuchte die Polizei-Zentralstation Wilster |
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Er wollte einmal sehen, was die Polizei so bewegt. Der Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp besuchte die Polizei-Zentralstation in Wilster. "Hier herrscht eine gute Betriebsatmosphäre", freute er sich. Doch auch die Probleme blieben ihm nicht verborgen. "Es ist landauf und landab das Gleiche", stellte Hans-Jörn Arp fest. Mangelnde Sachausstattung und die umfangreiche Bürokratie seien zwei Punkte, die die Arbeit der Polizisten nicht einfacher machen würde. Der Landtagsabgeordnete erfuhr auch einiges über das große Einsatzgebiet der Polizei. Die Polizei-Zentralstation umfasst 52 Gemeinden - von Peissen bis Glückstadt Hier werden rund 35 000 Menschen betreut. "Die Motivation der Mitarbeiter gleicht vieles aus", hat der Leiter der Station, Thomas Körn, festgestellt. Obwohl die Einsatzgebiete alle ländlich strukturiert sind, steigt die Kriminalität an, erfuhr Arp. "Die Statistik zeigt, dass wir in Wilster ein Drittel Steigerungsraten haben", sagt Thomas Körn. Die vergangenen Jahre hätten er und seine Kollegen mehr Einsätze gehabt. In Wilster seien in der Vergangenheit mehr Delikte registriert worden, so der Stationsleiter. Dass heiße aber nicht, das die Täter auch alle aus Wilster kommen. "Viele kommen aus den Dörfern in die Stadt", weiß Thomas Körn. Der Mehrarbeit sei aber auch auf ein geändertes Anzeigenverhalten zurück zu führen, "Die Zentralstation in Wilster ist öfter besetzt als früher", sagt Kollege Rüdiger Mengel. Wer früher vielleicht einen Fahrraddiebstahl anzeigen wollte und keinen auf der Station antraf, ließ es bleiben. "Heute haben wir viel mehr Kontakt zur Bevölkerung", sagt Mengel. Mangelndes Personal spielt auch in Wilster eine große Rolle. Besondere Einsätze wie zum Beispiel bei der Demonstration in Neumünster, auf der Expo oder beim Wacken-Open-Air - die Arbeit in Wilster bleibe dann liegen. "Wenn vier Leute einen Tag an einem anderen Einsatzort arbeiten, sind das 40 Stunden, die uns hier fehlen", rechnet Thomas Körn vor. Bei der inneren Sicherheit und der Bildung dürfen keine Mittel gekürzt werden", machte Hans-Jörn Arp deutlich. Selbst bei gleichen finanziellen Ansätzen wie im Vorjahr würden dies zu Lasten des Personals und der Ausrüstung der Polizei gehen.
Akzeptanz der Ertappten ist größer
Von Arp auf das Laser-Geschwindigkeitsmessgerät angesprochen, konnte Stationsleiter Körn nur Positives berichten. "Das Fahrverhalten hat sich angepasst, die Autofahrer wissen, dass wir vor Ort sind", so Körn. Zudem könne man flexibler reagieren, denn auch Einwohner melden sich in der Station, wenn ihrer Meinung nach in ihrer Straße zu schnell gefahren wird. Auch, so Körn, sei die Akzeptanz der Ertappten größer, da sie gleich nach ihrer Geschwindigkeitsüberschreitung "gestellt" werden. Der erzieherische Effekt sei größer. "Fast alle sehen ihr Fehlverhalten ein", sagt Körn. Auch der fehlende Radweg zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth war Thema. Seit langen ist der Weg geplant. Die Kinder müssten entlang der Hauptstraße fahren. Zudem sei die L 170 bei Dammfleth sehr stark befahren. "Die Pläne sind fertig", sagte Arp. Doch ein Kilometer koste rund 40000 Mark. "Die Standards sind sehr hoch. Wenn diese gesenkt werden, könnten auch mehr Radwege gebaut werden", schlug er vor. Die Sicherheitspartnerschaft von Gemeinden und Polizei sieht der Abgeordnete kritisch. "Eine vernünftige Haltung der Institutionen gegenüber der Polizei reicht aus, dazu braucht man keine Partnerschaft", so Hans-Jörn Arp. Dies würde nur eine Mehrbelastung der Beamten sein, wenn sie dann zum Beispiel an Sitzungen teilnehmen müssten. (ta)
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Quelle: Wilstersche Zeitung
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22.05.12 - 14.00 h Fraktionssitzung (Kiel, Landeshaus) |
23.05.12 - 10.00 h F A K Wirtschaft (Kiel, Landeshaus) |
29.05.12 - 14.00 h Fraktionssitzung (Kiel, Landeshaus) |

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