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Arp: Task-Force gegen die Schwarzarbeit Pressemeldung drucken
24.04.2001
KREIS STEINBURG - Seit einem Jahr ist der Wackener Gastwirt Hans-Jörn Arp, Mitglied des schleswig-holsteinischen Landtages und fast ebenso lange Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Steinburg. Wenige Tage vor dem ersten öffentlichen CDU-Kreisparteitag am 2. Mai in der Kellinghusener Wiesengrundhalle zog Arp eine positive Zwischenbilanz.

Die Bildung einer bei der Steinburger Kreisverwaltung angesiedelten "Task-Force“ zur Bekämpfung der Schwarzarbeit hat der CDU-Kreisvorsitzende Hans-Jörn Arp vorgeschlagen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung kündigte er einen entsprechenden Antrag der CDU-Kreistagsfraktion an.
Die Christdemokraten halten die Zeit für gekommen, dass der Kreis zwei Mitarbeiter einstellt, die Fälle von Schwarzarbeit vor Ort aufdecken und Bußgeldbescheide auf den Weg bringen können. Nach Erkenntnissen Arps werden 50 Prozent der handwerklichen Arbeit "schwarz“ ausgeführt. Dieser Missbrauch gehe zu Lasten des Handwerks und der Sozialversicherungsträger.

Wenige Tage vor dem ersten öffentlichen Parteitag des CDU-Kreisverbandes Steinburg am 2. Mai in der Kellinghusener Wiesengrundhalle zog Hans-Jörn Arp eine positive Zwischenbilanz der Arbeit, die die seit einem Jahr von ihm geführte CDU im Kreis Steinburg geleistet hat.
Durch Betriebsbesuche sei der Kontakt zur Wirtschaft verbessert worden. Der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft habe vertieft werden können. Auch bei der Strukturreform der Bundeswehr habe sich die CDU frühzeitig zu Wort gemeldet, während "von der SPD weit und breit nichts zu sehen war“. Der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast warf Arp vor, als Staatssekretärin im Kabinett die Entscheidungen gegen die schleswig-holsteinischen Bundeswehrstandorte mit beschlossen zu haben. Jetzt sollte man sie genau so behandeln und aus dem Wahlkreis "ersatzlos streichen“, forderte Arp.
Der Kreisvorsitzende hob weiter hervor, dass die CDU im engen Dialog mit dem Kreisfeuerwehrverband dafür gesorgt habe, dass in die Planung einer neuen Kreisfeuerwehrzentrale Tempo gekommen und der Standort Nordoe gestärkt worden sei. Das Projekt werde zur Entlastung des Ehrenamtes führen, freute sich Arp. Apropos Ehrenamt: Im gegenwärtigen "Jahr des Ehrenamtes“ wolle die CDU einen Wettbewerb ausschreiben, um den aktivsten Ehrenamtler und den aktivsten ehrenamtlich geführten Verein zu ermitteln.
Als "unendliche Geschichte“ bezeichnete der CDU-Kreisvorsitzende die Zukunft des Glückstädter Hafens. Er brach eine Lanze für die Privatisierung des Hafens, von der die gesamte Region profitieren könnte.
Kritik übte Arp an den überzogenen Umweltauflagen, mit denen Investitionen der Wirtschaft in neue Arbeitsplätze gefährdet würden. Als Beispiel nannte er das 500-Millionen-Mark-Engagement eines finnischen Investors, der mit einer neuen Papierfabrik in Glückstadt hundert neue Arbeitsplätze habe schaffen wollen. Auch wegen der bürokratisch zu langen Planungszeit von 36 bis 39 Monaten sei dieser Investor abgesprungen. Man könne froh sein, dass jetzt Steinbeis-Temming in die Bresche gesprungen sei und die Investition nun allein tätigen wolle, zeigte sich Arp erleichtert.

Der CDU-Kreisvorsitzende hob außerdem hervor, dass die parteiinterne Organisation weiter gestärkt werden konnte. Die Junge Union sei unter Führung von Mark Helfrich um zusätzliche Ortsverbände erweitert worden, die Senioren-Union sei durch den Einsatz von Heinz Schönhoff aktiviert worden, in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft bereite der langjährige Vorsitzende Jürgen Ströh einen Generationswechsel vor, die Frauen-Union unter Ingrid Reichhelm sei besonders im vorpolitischen Raum aktiv, und in der Kommunalpolitischen Vereinigung stehe der designierte Vorsitzende Dr. Jürgen Pohl aus Kellinghusen unmittelbar vor seinem Amtsantritt. Die Partei sei in 42 Ortsverbänden präsent, habe aber in der Mitgliederzahl leider nicht zulegen können, bedauerte Arp. Er appellierte besonders an die Jugend, sich in den politischen Parteien zu engagieren. Frühzeitig müssten die Kandidaten für die Kommunalwahl 2003 aufgebaut werden.

Der Chef der Steinburger Christdemokraten kündigte für dieses Jahr an, dass die CDU ihr Verhältnis zu den Gewerkschaften verbessern wolle. Rentenreform und Bundeswehrstruktur hätten gezeigt, "dass wir die bessere Alternative sind“, argumentierte Arp. Ein herausragendes Thema werde die Familienpolitik sei. Dazu sei für den 8. Mai eine Regionalkonferenz der CDU-Kreisverbände Steinburg, Dithmarschen und Pinneberg in Wacken geplant. Für die Bundestagswahlen im Jahr 2002 sollen schon in diesem Sommer die Weichen gestellt werden: am 2. Juli wird im Colosseum Wilster der Kandidat für den neu geschnittenen Wahlkreis aufgestellt. An einer erneuten Nominierung des Abgeordneten Dietrich Austermann hegt Arp keinen Zweifel.
Mit der Bundestagswahl 2002 soll in Itzehoe ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Arp kündigte an, dass die CDU einen Gegenkandidaten gegen den amtierenden Verwaltungschef Harald Brommer ins Rennen schicken wolle. (js)

 
Quelle: Wilstersche Zeitung
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