Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU Schleswig-Holstein
  Hans-Jörn Arp, MdL
Aktuell
Termine
Pressemitteilungen
Pressemeldungen
Vita
Wahlkreis
Ziele
Surf-Pool
Impressum
Kontakt
 
 
Seite zu Favoriten hinzufügen

Pressemeldung
NOK-Ausbau: Bürger haben viele Fragen Pressemeldung drucken
24.02.2007
Schinkel – Das Thema wirkte wie ein Magnet. Rund 150 Bürger aus Schinkel und Umgebung besuchten am Donnerstagabend die Informationsveranstaltung der CDU Schinkel über den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals, darunter die Bürgermeister der Gemeinden Schinkel, Neuwittenbek, Lindau und Quarnbek. Die Sitzplätze in der Gaststätte „Redderkrog“ waren schnell vergriffen. Dicht gedrängt verfolgten die restlichen Zuhörer die Veranstaltung im Stehen.

Über dieses Interesse freute sich Dirk Hundertmark von der CDU Schinkel. Das zeige, wie wichtig das Thema für die Bürger sei, sagte er. Fünf Podiumsteilnehmer hatte der Ortsverband eingeladen. Zu ihnen gehörte Hans-Jörn Arp, verkehrspolitischer Sprecher der CDU Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, Michael von Abercron, Büroleiter des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Jörg Brockmann, Projektleiter beim Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau und zuständig für den Ausbau, Karsten Thode, Dezernatsleiter Regionales Management in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, und Bernd Unger, Referatsleiter für Häfen und Schifffahrt im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehr.

Immer mehr und immer größere Schiffe würden den Ausbau des NOK dringend notwendig machen, erklärte Jörg Brockmann. Die Strecke zwischen Königsförde und Kiel-Holtenau sei ein Nadelöhr. Hier besteht immer noch die Sohlbreite aus dem Jahr 1914 von 44 Metern; im restlichen Bereich beträgt sie 90 Meter. In Zukunft soll sie in den Kurven und in der Gerade Königsförde auf 70 vergrößert werden. So können in Zukunft auch Schiffe von 280 Metern Länge und 9,5 Metern Breite den Kanal passieren. Zurzeit haben die größten ein Maß von 235 Metern Länge und sieben Meter Breite. Im Zuge der Arbeiten sollen außerdem die Anleger der Fähre Landwehr erneuert werden. Unter der alten Levensauer Hochbrücke werden die Fundamente gesichert und der Kanal im Rechteckprofil verbreitert.

Bis die Bagger jedoch rollen, werden noch Jahre vergehen. Die Planung des Wasser- und Schifffahrtsamts Kiel-Holtenau als Träger des Vorhabens hat erst begonnen. 2008 möchte die Behörde Antrag auf Planfeststellung stellen. Baubeginn soll Ende 2009 sein. Bis 2014 werden die Arbeiten voraussichtlich andauern.

Brockmann erklärte, dass durch das Abtragen der bestehenden Böschung 8,5 Millionen Kubikmeter Baggergut anfallen würden. Was genau damit passieren soll, muss noch geklärt werden. Überlegt wird, einen Teil im Spülfeld des Flemhuder Sees zu lagern. Für Baumaßnahmen könnte der Boden ebenfalls genutzt werden. Klar ist, dass diese Massen nicht nur auf dem Wasser, sondern auch auf dem Land bewegt werden müssen. Eine Million Kubikmeter entsprechen 40 000 Lkw-Ladungen à 25 Kubikmetern, erklärte Brockmann. Gerade dieses zu erwartende hohe Verkehrsaufkommen bereitet den Bürgern Schinkels Sorge. Eine LKW-Flut, die mitten durch ihre Gemeinde rollt, möchten sie nicht. Brockmann konnte jedoch nicht genau sagen, in wie fern Schinkel betroffen sei, sagte jedoch zu, dass gemeinsam mit den Gemeinden nach Lösungen gesucht werde.

Auch bei der Frage nach dem Schutz der Natur solle gemeinsam mit Verbänden Auswege erarbeitet werden. Die Böschungen sind für viele Tierarten ein wichtiger Lebensraum. Im Bereich Landwehr gibt es bis zu 60 Kreuzottern. Thomas Wälter vom Landesamt für Natur und Umwelt, der im Publikum saß, meinte, es sei wahrscheinlich die größte zusammenhängende Population in Schleswig-Holstein. Er bat darum, dass möglichst früh daran gedacht werde, wohin und wie die Tiere umgesiedelt werden sollen. Eine gute Vorplanung sei wichtig.

Auch der vermehrte Ausstoß von Schadstoffen durch die Schifffahrt bereitete den Zuhörern Sorge. Kritisch, aber konstruktiv hinterfragten sie den Ausbau, der 130 Millionen Euro kosten wird und aus LKW-Mauteinnahmen finanziert wird.Inga Hehnen

Wer Fragen zu den Themen Liegenschaften, Verwertung des Baggergutes und Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen hat, kann sich beim Wasser- und Schifffahrtsamt unter Tel. 0431/3603 414 melden. (Inga Hehnen)

 
Quelle: sh:z
Wahlvideo
Wahlvideo
CDU-Landtagsfraktion
CDU-Landtagsfraktion
CDU Schleswig-Holstein
CDU Schleswig-Holstein
CDU Steinburg
CDU Steinburg
Aktuelle Termine
22.05.12 - 14.00 h
Fraktionssitzung (Kiel, Landeshaus)
23.05.12 - 10.00 h
F A K Wirtschaft (Kiel, Landeshaus)
29.05.12 - 14.00 h
Fraktionssitzung (Kiel, Landeshaus)
LinieLinie