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| Häfen drohen zu verschlicken |
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23.05.2001
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| Segler sprachen mit CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp |
"Der Bund kommt seiner Aufgabe, die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen zu sichern, nicht nach", sagt Werner Held. Der Vorsitzende der Seglervereinigung Glückstadt beklagt wie andere Segler auch, dass Häfen zu verschlicken drohen. In einem Gespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp schilderten die Segler die Probleme an der Unterelbe.
Die Häfen in Beidenfleth, Kollmar, Itzehoe und Wilster verschlicken immer mehr. Darüber beklagten sich die Vertretern der Segelvereine im Unterelbebereich in einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten und tourismuspolitischem Sprecher der CDU, Hans-Jörn Arp. Auch Teile der Elbefahrrinne zwischen Glückstadt und Kollmar drohten zu verschlicken, monierten die Segler. Der Bund beziehungsweise das Wasser- und Schifffahrtsamt komme seinen ureigenen Aufgaben, der Unterhaltung der Bundeswasserstraßen, nicht nach, beklagte sich Werner Held, Vorsitzender der Seglervereinigung Glückstadt. Helga Krieg aus Wilster betonte, dass die Stör trotz ihres attraktiven Segelreviers Richtung Itzehoe immer schwieriger zu segeln sei. Auf die Bedeutung des Unterelberaumes für den Tourismus wies Jörn Meier aus Kollmar hin. Dies dürfe man nicht unterschätzen. Gerade in Stade hätte man mit dem Ausbaggern der Schwinge gezeigt, welche Impulse der Tourismus für eine Region bringen könnte. Jörn Ehlers verglich den Unterelberaum mit seinen vielfältigen Wasserstraßen von Bramau, Krückau, Pinnau und Wilster-Au bis hin zur Stör und Elbe mit einer Region am Ijsselmeer in Holland, die ganz wesentlich vom "maritimen Tourismus" geprägt sei.
Vielfalt der Wasserstraßen Was in Niedersachsen, besonders im Raum Stade, aber auch in Holland möglich sei, müsse für Schleswig-Holstein dringend gefordert werden, erklärte Hans-Jörn Arp. "Die Region der Unterelbe ist stark geprägt von der Vielfalt der Wasserstraßen, dieses müssen wir viel besser vermarkten. Dafür müssen wir allerdings die Infrastruktur - Häfen und Wasserstraßen ausbauen" Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass möglichst schnell ein Gutachten über die Beschiffbarkeit aller an der Unterelbe liegenden Flüsse und Auen erstellt werden müsse. Außerdem müssten Land und Bund ihren Aufgaben bei der Ausbaggerung der Wasserstraßen nachkommen. Dann könnten auch die fehlenden Wochenendplätze für segelnde Touristen geschaffen werden. Mit der Verschlickung beschäftigte sich auch die Gruppe Nedderelv, in der die Niederelbe-Wassersportvereine zusammengefasst sind. Sie befürchten durch die Fahrbahnanpassung der Elbe eine weitere Verschlickung der Häfen und der Nebenflüsse. Den Vereinen sei es nicht mehr möglich, die Probleme mit hohen Kosten- und Zeitaufwand selbst zu beseitigen, so dass der Träger des Vorhabens nun aufgefordert ist, die erheblichen Mehraufwendungen zu übernehmen bzw. notwendige Unterhaltsbaggerungen auszuführen, heißt es in einer Resolution, die während der Mitgliederversammlung beschlossen wurde. Es sei dringend angezeigt, die Regelungen zur Beweissicherung aus dem Planfeststellungsbeschluss zu überprüfen. Hierbei müsse für die Zukunft auch sicher gestellt werden, dass Peilungen von Hafenanlagen im Herbst/Winter erfolgen, bevor die Hafenbetreiber Unterhaltsmaßnahmen durchführen, damit die Messergebnisse nicht zu unrichtigen Peildaten führten.
Umgehend handeln "Wir bitten und fordern unsere Belange ernst zu nehmen und den notwendigen Erhalt des volkswirtschaftlichen Nutzens von Hafenanlagen alsbald sicherzustellen. Abschließend erlauben wir uns anzumerken, dass Programme wie "Maritime Landschaft Unterelbe" und "Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse" ad absurdum geführt werden, wenn nicht umgehend gehandelt wird, um das Grundelement Wasserstraße mit allem Zubehör zu erhalten." (n r)
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Quelle: Norddeutsche Rundschau
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22.05.12 - 14.00 h Fraktionssitzung (Kiel, Landeshaus) |
23.05.12 - 10.00 h F A K Wirtschaft (Kiel, Landeshaus) |
29.05.12 - 14.00 h Fraktionssitzung (Kiel, Landeshaus) |

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