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Hungriger Wolf: Unternehmer investiert Millionen Pressemeldung drucken
17.05.2008
Hohenlockstedt – Für die restlichen Flächen im Gewerbe- und Freizeitpark bahnt sich ein großer Coup an. Ein Investor will im Paket von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben alle noch freien Gebiete und Gebäude kaufen. Mit der Behörde sei bereits alles klar, sagt Bernhard Rösler, Geschäftsführer der Flugplatz GmbH und benachbarter Firmeninhaber. Der Hohenlockstedter Unternehmer, auf dessen Kontakte der Erwerb der Grundstücke und Gebäude mit zurückzuführen ist, unterstützt den Investor, der bis zum endgültigen Kauf nicht genannt werden möchte, in vielen Bereichen. Insgesamt will er 15 Hektar Fläche mit 17 Gebäuden erwerben.

Der Investor stellt mit seinen Unternehmen Pflege- und Reinigungsmittel für den weltweiten Markt her. In Hohenlockstedt will er zum einen einige seiner Pflegemittel produzieren, aber auch Logistik und Verwaltung ansiedeln. 100 bis 120 Arbeitsplätze sollen dadurch neu geschaffen werden. In Zusammenhang damit steht eine Ausbildungs-Akademie, die Mitarbeiter schulen soll, die dann die firmeneigenen Pflege- und Reinigungsmittel bei Kunden anwenden. Dafür ist nach Aussagen des Investors ein großer Markt vorhanden. Bis zu 800 Frauen und Männer sollen nach seinen Plänen monatlich auf dem Hungrigen Wolf geschult werden. Untergebracht werden sie in ehemaligen Kasernenblöcken auf dem Gelände. Durch Einkäufe und Ausgaben in Hohenlockstedt werde auch der Ort in erheblichem Maße von den Auszubildenden profitieren. Die genaue Investitionssumme ist noch nicht bekannt, bewegt sich jedoch im siebenstelligen Bereich. Finanziert wird alles aus Eigenmitteln, Zuschüsse sollen nicht in Anspruch genommen werden.

Auf dem Hungrigen Wolf habe er das für seine Zwecke ideale Gelände vorgefunden. Hinzu käme eine bisher gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Bernhard Diedrichsen (CDU) und anderen Engagierten, deshalb sei er bereit, sich dort zu engagieren. Weitere Hilfestellung verspricht der CDU-Landtagsabgesordnete Hans-Jörn Arp. Als Vorsitzender des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsausschusses will er die nötigen Kontakte zu der Agentur für Arbeit herstellen, damit künftig Arbeitnehmer qualifiziert werden können.

Zwei andere Probleme müssen kurzfristig noch gelöst werden. So gibt es zurzeit vom Kreis keine Baugenehmigungen, weil die Löschwasserversorgung nicht geregelt ist (wir berichteten). Doch hier, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Holste bei einem Gespräch mit dem Investor, bahne sich für die kommende Woche eine Lösung an.

Noch nicht geregelt ist auch die Höhe der Anliegerkosten für die Unternehmen. Bernhard Rösler als Sprecher der Firmen auf dem Hungrigen Wolf befürwortet hier die privatwirtschaftliche Übernahme des Gebietes, für die sich auch der Investor und Bürgermeister Diedrichsen aussprachen. Möglich sei die Gründung einer Gesellschaft. Kurzfristig sollen Gespräche geführt werden, auch um die genauen Kosten endlich auf den Tisch legen zu können
Joachim Möller

 
Quelle:
CDU-Landtagsfraktion
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