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| Privater Investor will A 20-Elbtunnel bauen |
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31.01.2009
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(Quelle: sh:z, Christine Reimers) Das Projekt A 20-Elbtunnel bei Glückstadt macht große Fortschritte. Die Firma "Vinci" bewirbt sich um den Bau des eine Milliarde Euro teuren Projekts. Zur Re-Finanzierung soll die Lkw-Maut herangezogen werden.
Es gibt einen Investor für den Bau der Elbunterführung der A 20 bei Glückstadt. Die Kosten betragen rund eine Milliarde Euro. Vertreter des europaweit agierenden Unternehmens "Vinci" stellten jetzt in Berlin ihr Finanzierungskonzept vor. Dies sieht vor: Vinci baut und erhält dafür 30 Jahre lang vom Bund Einnahmen aus der Lkw-Maut, um das Projekt zu refinanzieren.
"Neu daran ist die Berechnungsgrundlage", sagt Hans-Jörn Arp (CDU), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag. Denn Berechnungsgrundlage ist nicht nur das sechs Kilometer lange Tunnelstück, sondern die Autobahnen auf schleswig-holsteinischer und niedersächsischer Seite. Auf wie viel Länge die Maut abgerechnet werden muss, sei noch zu prüfen, sagt der Politiker. Wichtig sei, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen und der Autofahrer keine Pkw-Maut zahlen müsse. Arp, der mit einem Vertreter des Verkehrsministeriums aus Kiel an der Berliner Runde teilnahm, plädiert dafür, dieses Konzept so schnell wie möglich umzusetzen. "Es hat eine realistische Chance. Wir werden es jetzt den Vertretern des Wirtschaftsausschusses in Kiel vorstellen."
Die Voraussetzungen für einen schnellen Bau seien gegeben. In diesem Sommer soll das Planfeststellungsverfahren über den Tunnel bei Glückstadt anlaufen. Der Bund hat kürzlich grünes Licht für die Finanzierung gegeben. Der bauliche Abschnitt für das Verfahren hat eine Länge von 13,3 Kilometer. Der Bau dieses Abschnittes – es ist die Weiterführung der geplanten A20 – wird mit rund einer Milliarde Euro beziffert. Für den Tunnelbau selbst sind rund 800 Millionen Euro im Gespräch. Die Dauer des Planfeststellungsverfahrens wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern, vermutet Arp. Er würde es begrüßen, parallel das Projekt auszuschreiben.
Die europaweite Ausschreibung ist ein Grund für das Unternehmen "Vinci", sich jetzt noch nicht eingehend zum Konzept zu äußern. "Wir wollen das Verfahren erst abwarten", sagt Arnim Berger von Vinci unserer Zeitung. In Berlin seien die "Lösungsmöglichkeiten" besprochen worden, bestätigt er. Zudem wolle sich die Firma nicht in die Planungen des Bundesverkehrsministeriums einmischen.
Das "Schaulaufen" potenzieller Investoren und Konsortien in Berlin zeige, "dass Bewegung in den Tunnelbau kommt", erklärt das Kieler Wirtschaftsministerium. Derzeit würden "verschiedene Modell der Realisierung und Finanzierung des Projektes durchgespielt".
Vinci ist ein weltweit arbeitender Konzern mit 140 000 Mitarbeitern. Ein Projekt, das in Berlin ebenfalls zur Sprache kam, ist die Finanzierung der Autobahnkonzession Athen-Tsakona, das größte internationale Projekt des Konzerns in diesem Bereich – nach Angaben von Vinci mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro.
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Quelle: sh:z, Christine Reimers
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