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| Pressemeldung vom 07.05.2008 | ||||||
Beltquerung: Wirtschaft drückt aufs Tempo |
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| Eutin/bsh – „Sorgfalt vor Geschwindigkeit”: Diese Losung hatte CDU-Kreisvorsitzender bei einem Gespräch mit UVOH-Chef Hans-Peter Wandhoff ausgegeben. Doch da sei er von Wandhoff korrigiert worden. Dieser sähe lieber „Sorgfalt und Geschwindigkeit” beim Vorantreiben des Brückenbaus. Hans-Jörn Arp, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der CDU-Landtagsfraktion, rechnet auf jeden Fall damit, dass sich die deutsche und dänische Regierung bis zum Herbst über den Staatsvertrag einigen, mit dem das Projekt in eine rechtliche Form gegossen werden soll. Das sei nicht so ganz einfach, gebe es in Deutschland und Dänemark doch zahlreiche unterschiedliche Kriterien, die in Deckung gebracht werden müssten. Angefangen von Ausschreibungsmodalitäten bis zu Vorschriften für die Statik des Bauwerks, erklärte Arp im Anschluss an ein Gespräch, an dem auch Ostholsteins Landtagsabgeordnete Herlich Marie Todsen-Reese, Kreisfraktionsvorsitzender Ulrich Rüder sowie die Kreistagskandidaten Peter Bimberg und Winfried Bentke teilnahmen. Ordentlich Druck machte Wandhoff auch beim Thema Bürokratieabbau. „Da wünschen wir uns noch etwas mehr aus der Politik”, sagte er mit Blick auf die 800 Seiten, auf denen der Beauftragte der Landesregierung für den Bürokratieabbau, Klaus Schlie sitze. Arp räumte ein, dass diese Aufgabe noch nicht bewältigt sei: „Daran werden wir gemessen. Das muss vor der Landtagswahl geklärt werden, zumindest an einigen exemplarischen Beispielen.” In vielen Bereichen habe sich allerdings auch herausgestellt, dass nicht das Land, sondern andere für bürokratische Regelungen verantwortlich seien. Herlich Marie Todsen-Reese verwies zudem beispielhaft auf die Forstverwaltung, in der mit einer Neuorganisation schon etwas passiert sei.Kritisch sehen sowohl Wirtschaft als auch Politik Bestrebungen der Landesentwicklungsplanung, das Wachstum ländlicher Gemeinden streng zu begrenzen: „Kommunalvertreter stehen im Wettbewerb. Da muss der Tüchtige sich entwickeln können”, forderte Arp. Herlich Marie Todsen-Reese verwies insbesondere auf die Vogelfluglinie, deren Bedeutung mit dem Ausbau der Beltquerung weiter wachsen werde. Dort müssten Ansiedlungen möglich sein. Die Strecke dürfe nicht zu einer reinen Transitstrecke werden.Einig ist man sich mit Blick in Richtung Mecklenburg-Vorpommern auch beim Thema Wettbewerbsgleichheit: „Wir kämpfen nach wie vor nicht mit gleichen Waffen”, monierte Arp. Dabei brauche ganz Schleswig-Holstein eine Qualitätsverbesserung. Mit Sorge sahen alle Gesprächspartner auf die jüngste Entwicklung der Tourismuszahlen. Wandhoff konstatierte aktuell Einbußen von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch will Ingo Gädechens die Hoffnung allerdings nicht aufgeben. Man müsse die Rückgänge aufmerksam verfolgen. Es gelte jedoch: „Am Ende knallt die Peitsche.” | ||||||
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Quelle: sh:z
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