Hans-Jörn Arp, MdL

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Pressemeldung vom 31.08.2011

CDU setzt weiter auf Hans-Jörn Arp
 
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Joachim Möller) Vor drei Jahren bekam Hans-Jörn Arp bei der Kandidatenaufstellung für die Landtagswahl noch alle Stimmen – Montagabend verfehlte er die 100-prozentige Zustimmung ganz knapp. 95 Mitglieder stimmten für den 59-Jährigen, ein Stimmzettel war ungültig. "Er ist der Leuchtturm und die Lokomotive für unsere Partei", lobte der Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Koschorrek den Wackener Landespolitiker und Kreisvorsitzenden, der nach seiner Wahl lang anhaltenden Applaus von den Mitgliedern aus dem Wahlkreis 20 (Steinburg-West) erhielt.

Hans-Jörn Arp, der seit dem Jahr 2000 im Landtag sitzt, tritt zum dritten Mal als Direktkandidat an. In Kiel ist er stellvertretender Fraktionssprecher und verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Dies möchte er auch bleiben. "Daran hängt weiterhin mein Herzblut." Besonders um die A 20 will Arp weiterkämpfen, "die Autobahn ist existenziell wichtig für unsere Region", sagte der Abgeordnete, der auch Mittelstandsbeauftragter der Landesregierung ist. Die Nachteile an der strukturschwachen Westküste müssten ausgeglichen werden. Ein Erfolg sei unter anderem schon gewesen, dass der größte Förderbescheid des Landes mit 27,5 Millionen Euro nach Itzehoe ins Fraunhofer Institut gegangen sei. Und den zweitgrößten Bescheid habe Brunsbüttel für den Ausbau des Offshore-Hafens erhalten.

Arp bedankte sich nach der eindeutigen Wahl bei seinen Parteikollegen für den großen Vertrauensbeweis, betonte aber auch, dass es ohne die kritische und sachliche Begleitung der Mitglieder nicht gehe. Deshalb: "Ich bin Euch verpflichtet und möchte für Euch noch fünf weitere Jahre in Kiel arbeiten." Der Kreisvorsitzende lobte in diesem Zusammenhang die "Urwahl", die bei der Kandidatenaufstellung bei der CDU angewandt werde. Jedes Mitglied habe das Recht, den Bewerber für den Landtag zu wählen, nicht nur – wie in anderen Parteien – einige wenige Delegierte.

Trotz der Affäre um Christian von Boetticher, die jeden innerhalb der Partei betroffen gemacht habe, und weiterer Probleme habe die Koalition eine "Erfolgsbilanz" vorzuweisen, blickte Arp auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurück. Die Koalition aus CDU und FDP sei geschlossen, und wichtige Haushaltskonsolidierung sei angegangen worden. "Wir hätten auch lieber Wohltaten verteilt", aber es habe keine Alternativen zu den schmerzlichen Einschnitten gegeben.

Ein Loblied auf Hans-Jörn Arp hielt in ihrem launigen Grußwort Christa Starke, stellvertretende Bürgermeisterin und Mitglied des CDU-Orstvorstandes in Wilster. "Er weiß, wie die Basis tickt" und kenne sich in seinem Wahlkreis aus. Andere Politiker würden an der Basis oft nicht mehr verstanden, was Christa Starke mit einigen unsinnigen Politiker-Zitaten untermauerte. Ein Beispiel: "Es ist nicht immer ganz einfach, weil es schwierig ist." Im Anschluss an die Wahl, die vom Landtagsabgeordneten Heiner Rickers zügig abgewickelt wurde, diskutierten die Mitglieder über verschiedenen Themen, unter anderem über den Ausstieg aus der Kernenergie und die Beteiligung der Eltern an den Schülerbeförderungskosten.
 
Quelle: Norddeutsche Rundschau, Joachim Möller