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Pressemitteilung
Hans-Jörn Arp: Landesregierung trägt Mitverantwortung für unbefriedigende Tourismusbilanz Pressemitteilung drucken
17.04.2003
 
Anlässlich der heute vorgestellten Konjunkturumfrage der Vereinigungen der Industrie- und Handelskammern, erklärt der tourismuspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jörn Arp, MdL: „Die heute vorgelegten Zahlen sind besorgniserregend, schließlich bezeichnet nur knapp jedes vierte Unternehmen der Tourismusbranche seine derzeitige Situation noch als gut.“ Es sei bezeichnend, so Arp, dass die allgemeine Konjunkturflaute von den Unternehmen als ein Hauptgrund angeführt werde. Auch die Aussichten, so Arp, für das kommende Jahr, geben erheblichen Anlass zur Sorge: Laut IHK-Vereinigung gehen 48,8 % der Unternehmen von einer gleichbleibenden und 33,2 von einer ungünstigeren Entwicklung im kommenden Jahr aus. „Eine besondere Belastung der Tourismusbranche sind die steigenden Sozialabgaben die zu hohen Personalkosten und Personalnebenkosten.“ Darüber hinaus weist Arp darauf hin, dass auch die Industrie- und Handelskammern, die steigenden Steuern und Abgaben, zunehmende Finanzierungsengpässe und die mangelnde Liquidität. „Hier rächt sich die Politik von Landes- und Bundesregierung. Insbesondere das von der Landesregierung, lange bevorzugte Konzept des sogenannten ‚sanften Tourismus’ ist gescheitert“, so Arp.

Als Beispiel für fehlende Konzepte für ein optimales Zielgruppengeschäft bei der Tourismusförderung führte Arp die nach wie vor ungenutzten Möglichkeiten sowohl im Wellnessbereich, als auch beim Fahrradtourismus an. Unsinne bürokratische Auflagen, leider auch im Bereich des Umweltschutzes, tun aus Sicht von Arp ein Übriges, um die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein an einer positiven Entwicklung zu hindern. Zusätzliche Bestätigung für seine Thesen sieht Arp in den heute von Tourismusforscher Dr. Mathias Feige vorgestellten Thesen zum Pauschalurlaub im Norden. Der Tourismusforscher hatte im Auftrag des Tourismus- sowie des Sparkassen- und Giroverbandes sämtliche Pauschalangebote Schleswig-Holstein untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass das Angebot an Tourismuspaketen, die das ganze Jahr buchbar sind, ausgesprochen beschränkt sind. Arp: „Ein Konzept für den sogenannten ‚Packageurlaub’, der beispielsweise Natur- und Kulturerlebnisse miteinander verbindet, haben wir bereits seit langem gefordert.“

Arp abschließend: „Ein schnelles Handeln in diesen Bereichen ist gefordert, um den Tourismusstandort Schleswig-Holstein zukunftsfähig zu machen.“

 
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