Glücksspielstaatsvertrag | 31.05.2018 | Nr. 182/18

31.05.2018

Hans-Jörn Arp: Kein „Weiter so“!

Hans-Jörn-Arp, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion,
äußerte sich heute (31.05.2018) zum Thema „Glücksspielmarkt in Schieflage“:

„Kein Wunder, dass der Glücksspielmarkt aus den Fugen zu geraten droht: Alle SPDBundesländer
drücken sich seit Jahren vor einer Neuregulierung. Auch in Schleswig-
Holstein macht insbesondere Oppositionsführer Ralf Stegner eine schlechte Figur,
wenn es um das Thema Novellierung des Glücksspielstaatsvertrages geht. Sich
dieser zu verweigern, bedeutet auch, den Jugend- und Spielerschutz bewusst zu
gefährden.

Das Beispiel Dänemark zeigt, wie es gehen kann. Dort wird der Online- und
Casinomarkt zu 90 Prozent staatlich reguliert. Nur über eine ausreichende Kontrolle
kann man Suchtgefahren begegnen und einen Schwarz- und Graumarkt verhindern.
Das Dänemarkmodell ist Vorbild für die Initiative von Schleswig-Holstein für einen
regulierten Online-Markt. Ein „Weiter so“ darf es in Deutschland nicht geben,
inzwischen folgen Schleswig-Holstein mehrere Bundesländer bei der Initiative.

Die Probleme von Lotto liegen im Vertrieb, nicht am Veranstaltungsmonopol, das
niemand in Frage stellt und an dem festgehalten werden soll, um Manipulationen
vorzubeugen. In Zeiten von Smartphones hat der Lottospieler die Annahmestelle in
der Tasche und hat keinen Anlass, extra eine Annahmestelle in der Stadt
aufzusuchen. Hier gilt es, die Zeichen der Zeit zu erkennen und mit neuen Konzepten
für einen zeitgemäßen Vertrieb zu sorgen.“